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Schülerpraktikum in Zeiten von Corona

Das Praktikum zur Berufsorientierung der 10. Klassen an Gymnasien fand auch dieses Jahr, 2020, für einige unter besonderen Bedingungen statt. Normalerweise ist das Praktikum eine Pflichtveranstaltung der Schulen, doch in diesem ungewöhnlichen Schuljahr verloren viele von uns die Chance auf eine solche Erfahrung. Trotz allem konnten einige Glückliche von uns ihren Praktikumsplatz in Anspruch nehmen. Fünfzehn von ihnen haben wir zu ihren Erlebnissen befragt.

Vom Anwalt über die Ergotherapeutin bis zum Zahnarzt - die Berufsfelder waren sehr facettenreich, aber die Möglichkeiten mitzuwirken sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wo bei einigen nur das Zuschauen möglich war, konnten andere tatsächlich Hand anlegen.
Bei denen, die im Fachzweig Medizin unterwegs waren, gab es sowohl solche, die mitarbeiten und zum Beispiel Zahnprothesen (Linus S., 10b) anmalen durften und auf der anderen Seite auch die, die nur zuschauen konnten. Aber ihnen wurde es definitiv nicht langweilig, denn sie durften Eingriffe beobachten, bekamen verschiedenste Praktiken erläutert und konnten in Sprechstunden oder Visiten dabei sein. Die wohl beeindruckendste Operation war ein Kaiserschnitt, den Johanna N. aus der 10 a) beobachten durfte. Mit einer außergewöhnlichen Situation musste sich auch Ben B. (10d) auseinandersetzen, denn die Mitarbeiter seines Unternehmens waren alle im Home-Office.

Hat also die aktuelle Situation ihre Praktika hier zuweilen stark beeinflusst, war das in anderen Berufen nicht der Fall. Beispielsweise bei verschiedenen Anwälten war der Alltag recht normal. Das tatsächliche „Normal“ des Berufsalltags unterschied sich allerdings auch manchmal von den Erwartungen. Chiara L. (10a), die die oberste Staatsanwältin begleiten durfte, berichtet, dass sie viel Zeit damit verbracht habe, Akten zu lesen und eigentlich erwartet hatte, an wesentlich mehr Gerichtsverhandlungen teilzunehmen. Bei den meisten aber haben sich die Erwartungen erfüllt und viele berichten zusätzlich von Informationen über Studium- und Berufsperspektiven.

Ein weiterer, auch von Alexander A. (10b) genannter Mehrwert des Praktikums, waren die jetzt näheren Kenntnisse über die allgemeinen Abläufe in seinem Beruf Designentwicklung in der Automobilindustrie.
Bei ihm bestand, wie bei vielen anderen auch, von vornherein ein Interesse für sein Fach. Nach ihren bestehenden Berufswünschen oder Interessensgebieten orientiert, haben sich die meisten nach einem Praktikum umgesehen, manch einer begünstigt durch Freunde, Eltern oder einen eigenen Bezug zum Betrieb. So kam auch Constance G. (10b) über ihre beiden Hunde an ihren Platz beim Tierarzt. Für sie ist nach dem Praktikum klar, dass sie sich noch andere Berufe ansehen möchte. Die grobe Richtung für einen zukünftigen Beruf hat sich aber bei vielen bestätigt und auch manchmal zementiert.

In der momentanen Situation ist ein Blick in die Zukunft auch immer mit Sorgen über den eigenen beruflichen Verbleib verbunden, auch bei uns, die wir ja noch gute zweieinhalb Jahre Zeit haben. Die wenigen von uns, die die Chance auf eine erst Idee des Berufslebens von der Schule geleitet ergreifen konnten, dürfen sich sehr glücklich schätzen und werden hoffentlich viel von den gemachten Erfahrungen profitieren können.

Text: Amelie Liedtke Dioso, Lena Herrmann

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