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Informationen zum vergangenen und kommenden Schuljahr 2018/19 von Herrn Amann

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

einige langjährige und sehr verdiente Kolleginnen und Kollegen müssen wir zum Ende dieses Schuljahres in den Ruhestand verabschieden.

Frau Föllmers Weg führte sie nach Jahren erfolgreicher Erwachsenenbildung als Kunsthistorikerin mit der Überlegung ans „Raphael“, ob denn die Schule nicht eine passende und willkommene Verlockung wäre. Bei einem telefonischen Kontakt mit Herrn Dr. Kuhn wurde nicht nur über Schule, sondern gleich auch über Beuys gefachsimpelt. Das ließ sich doch ganz gut an. Und wie gut das alles für die Schule geworden ist, kann nicht nur jeder bezeugen, der Frau Föllmer kennt, sondern es spiegelt sich auch in den folgenden Zitaten, die ich wortgetreu bei unserem Gespräch aufschreiben konnte: „Ich habe mein Fach und die Schülerinnen und Schüler geliebt und krieche in jede Schülerseele. Mit Leib und Seele bin ich etwas über 20 Jahre dabei gewesen. Diese Schule atmet den Geist der Tradition. Der Abschied fällt schwer. Das ,Raphael‘ ist ein Kleinod, eine Perle unter den Schulen: menschlich, natürlich, ein Gesamtkunstwerk.“ Das sind beeindruckende Worte. Uns bleiben die Ausstellungen in den Schulfluren im Gedächtnis, welche beredt Auskunft gaben über das, was kreativ und anspruchsvoll mit den Lerngruppen erarbeitet wurde, oder die legendären Paris-Fahrten mit den Kunstkursen. Die Führungen machte Frau Föllmer natürlich selbst und schöpfte dabei aus ihrem großen Wissen und aus Ihrer Erfahrung. Mit ihr geht eine Vertreterin der Kunstfachschaft, die über eine außergewöhnliche Grandezza verfügt, eine Lehrerin, selbst wie ein Gesamtkunstwerk.

Als Frau Drisch an diese Schule kam, herrschten noch ganz andere Verhältnisse: Ein volles Deputat betrug 23 Wochenstunden, für eine Bewerbung reichte eine Postkarte und für die Einstellung zunächst ein Handschlag und die mündliche Zusicherung der Schulleiterin „Sie haben mein Wort.“ Das war im August des Jahres 1981. Als erste wissenschaftlich ausgebildete Chemielehrerin der Schule hatte Frau Drisch freie Hand bei der Aus- und Aufrüstung mit dem Notwendigen, denn es fehlte an vielem. Auch der Biologie-Unterricht der damaligen Zeit hielt eine Überraschung bereit: den ersten Sexualkunde-Unterricht, der damals nur mit Zustimmung der Eltern erfolgen durfte. Es fand also ein Elternabend statt, nach welchem sich die Eltern bedankten: So genau hätten sie es ja selbst nicht gewusst. Bald schon begann die Ära der Studienfahrtbegleitungen, zum Beispiel nach Rom oder Prag. Gerne erinnert sich Frau Drisch an die Ausflüge ins Landesschulzentrum für Umweltbildung in Adelsheim zum Thema „Ökosystem Wald“. Hier gibt es auch eine spezielle Verbindung mit ihren ganz persönlichen Vorlieben. Es hat mich wirklich stark berührt, wie sie von Ihren Afrika-Aufenthalten erzählte und Bilder zeigte von ihren Sommerferien-Engagements in einer Wildlife Action Group für ein Wildtierreservat und den Naturschutz in Malawi, wo sie sich unter anderem für Elefantenschutzzäune eingesetzt hat. Ihrer Pensionierung sieht Frau Drisch gelassen und mit vielen Plänen entgegen: mit einfachen Mitteln in die Natur reisen, zum Beispiel im Dezember und Januar nach Argentinien.

Seit dem 1. Februar 1982 war auch Herr Diebold fester Bestandteil dieses Kollegiums, das er als das Positivste an dieser Schule beschreibt, als eine Familie mit großem Zusammenhalt. Er habe großes Glück damit gehabt, hier arbeiten zu dürfen. Wörtlich sagte er: „Ich hab’s gut gehabt – fast habe ich ein schlechtes Gewissen dabei.“ Die Schulentwicklung der vergangenen Jahrzehnte hat er aufmerksam begleitet, politische Entscheidungen oft skeptisch beurteilt. Als kritischer Geist hat er gerne alles auf den Prüfstand gestellt. Er war ein authentischer Lehrer mit Ecken und Kanten, an dem man sich reiben konnte und durfte. So konservativ Herr Diebold in Wertfragen war, so fortschrittlich und konsequent vorbildlich hat er sich um eine zeitgemäße Medienausstattung gekümmert. Seine Berufsentscheidung haben prägende Lehrerpersönlichkeiten in Latein und Mathematik beeinflusst. Man darf ganz sicher sein, dass auch noch in vielen Jahren Menschen sagen werden: Einer der prägendsten Lehrer am „Raphael“ war Herr Diebold. Dem verdanken wir wirklich viel! Beispielsweise verdanken viele Jahrgänge seinem persönlichen Einsatz weit über die reine Unterrichtszeit hinaus grandiose Abiturschnitte in Mathematik. Seinen Abschied aus der Schule betrachtet er zwiespältig: Herr Diebold sieht die neuen Freiheiten, aber auch die Reduktion sozialer Kontakte. Doch es bleibt ein Trost, den er in folgende Worte gefasst hat: „Ich werde der Schule nicht verloren gehen und immer mal wieder kommen.“ Dann als gern gesehener Gast.

Den stellvertretenden Schulleiter zu verabschieden, ist schon etwas Besonderes. Herrn Dr. Sieverlings Weg hierher war zunächst gar nicht so eindeutig. Seine Promotionszeit brachte ihn zunächst um eine Lehrer-Bilderbuchkarriere, weil ganz unerwartet der Einstellungskorridor so eng geworden war. Er hatte aber die Option, als staatlich anerkannter Tennislehrer sein Geld zu verdienen und fuhr, ohne zu wissen, ob nach diversen Bewerbungen an Privatschulen aus dem Lehrerdasein noch etwas werden würde, nach Südfrankreich. Nach gerade einmal einem Wochenende im Süden fuhr er schon wieder gen Norden zu einem Vorstellungsgespräch bei Herrn Dr. Kuhn: Das „Raphael“ nämlich sah seinem ersten Jungen-Jahrgang entgegen und es bestand Bedarf für männliche Sportlehrkräfte. Schon bald kamen die klassischen Stationen einer Lehrkraft: Skilandheim, Studienfahrten nach Prag und Barcelona, Sportfachschaftsleitung, Stundenplanhelfer für Herrn Taufertshöfer, Stellvertretender Schulleiter. Herr Dr. Sieverling betrachtet es als Glücksfall, in einer Zeit im Lehrerberuf groß geworden zu sein, als es noch weit weniger Restriktionen und juristische Beschränkungen gab als heute. Das ist gut verständlich. Erforderlichen Veränderungen hat er sich aber niemals verschlossen. Fürs Kollegium war er zweifelsfrei ein Glücksfall besonderer Art: Es gibt wohl überhaupt nirgends einen Stundenplanmacher, der so gewissenhaft immer wieder umsortiert, gestaltet und Stunden mit geschicktem Händchen platziert. Selbst die ungewöhnlichsten Wünsche hat er im klassischen Sieverling-Verwöhn-Modus zu erfüllen verstanden oder es zumindest versucht. Notfalls wurden neue Excel-Tabellen erfunden und ins bestehende Programm integriert.

Allen Neu-Pensionären sei sehr herzlich für Ihre Arbeit bei uns an der Schule gedankt, eine erfüllte Zeit in Gesundheit und Gottes Segen gewünscht.

Die Schule lebt vom Wechsel. Wir begrüßen neu im „Raphael“-Team:
Herrn Steffen Englert (Et) mit den Fächern Deutsch und Geschichte als unseren neuen stellvertretenden Schulleiter;
Frau Judith Dengler (De); sie unterrichtet Latein und Mathematik und wird im ersten Halbjahr zunächst an der Realschule eingesetzt sein;
Frau Luzie Komm (Km) mit Fakultas in Bildender Kunst, Deutsch und Philosophie;
Frau Dr. Susanne Rieseberg (Rb) als Verstärkung der Fachschaften Physik und Mathematik;
Frau Charlotte Westhauser (Wh) mit der Kombination Musik und Mathematik.
Zu erwähnen bleibt, dass in den Ferien aus Frau Merkel Frau Link (Li) werden wird: Herzlichen Glückwunsch zur Eheschließung! Zurück aus dem Sabbatjahr kommt Herr Dolmetsch und ins Sabbatjahr geht Herr Grünewald. Nach einem halben Jahr andernorts erwarten wir auch Frau Braschkat zurück und freuen uns zudem sehr auf das Wiedersehen mit Herrn Barth, der mit zunehmendem Deputat seinen Schuldienst wiederaufnehmen wird. Ein Dankeschön ergeht auch an Herrn Weinelt, den wir zwar schon zum aktuellen Schuljahr verabschiedet hatten, der aber dankenswerterweise für Frau Ecksteins Mutterschutz- und Elternzeit wieder aktiviert werden konnte.

Am Freitag, den 18. Mai 2018 fand eine Lesung für die 10. Klassen durch die ehemalige Schülerin des St. Raphael-Gymnasiums und heutige Referentin für Gemeinschaftskunde in der Schulabteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Stefanie Wally, statt. Sie präsentierte ausgewählte Textpassagen aus ihrem Buch „Akte Luftballon“, welches ihre ost-westdeutsche Freundschaft zu ihrer Brieffreundin Anke während der deutschen Teilung thematisiert. Im Anschluss ergab sich eine intensive Diskussion zu den angesprochenen Inhalten des Buches und Frau Wally stand zudem für Fragen der Klasse 6a zur Verfügung, die das Buch im Deutschunterricht zusammen mit ihrem Lehrer Matthias Kneller behandelt hatte.

Am Donnerstag, den 12. Oktober 2017 unternahm die Klasse 10F im Zuge der Unterrichtseinheit „Kolonialismus“ in Geschichte zusammen mit den Geschichtslehrern Steve Bahn und Matthias Kneller einen Stadtrundgang, um der Frage von kolonialen Spuren in Heidelberg nachzugehen. Die Führung wurde von Frau Tatjana Poletajew vom Verein „schwarzweiss e.V.“ bzw. dem „Globalen Klassenzimmer“ geleitet. Sie führte die Klasse über mehrere Stationen, vom Völkerkundemuseum bis hin zur Universität Heidelberg, wo vereinzelt Halt gemacht wurde, um die Schülerinnen und Schüler auf koloniale Spuren aufmerksam zu machen. Während der erste Teil der Führung noch schwerpunktmäßig auf die Vergangenheit Deutschlands ausgerichtet war, setzte sich der zweite Teil der Veranstaltung vor allem mit aktuellen Beispielen von kolonial geprägten Denkmustern und Stereotypen auseinander, die sich wiederum auf koloniale Aktivitäten zurückführen lassen, sich bis heute gehalten und teilweise Eingang in den tagespolitischen Diskurs oder die Konsumkultur gefunden haben. Konkret wurden vergangene und aktuelle Werbebeispiele in Gruppen diskutiert. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern vor Augen geführt, wie harmlos anmutende Werbung sich kolonialer Stereotypen immer noch bedient, welche als gesellschaftlich akzeptiert gelten.

Den Sozialpreis des Freundeskreises erhalten in diesem Jahr Claudio und Emilio Nigrelli (KS1) für ihr in jeder Hinsicht vorbildliches Engagement, u.a. in der SMV und für die Schülerzeitung „Raphaello“, die sich zu einer beachtlichen Qualität entwickelt hat und eigentlich Pflichtlektüre der Schülerschaft sein sollte. Der Freundeskreis bezuschusst darüber hinaus zahlreiche Projekte und Vorhaben, aktuell beispielsweise neue Stellwände, die bei vielen Veranstaltungen von Realschule und Gymnasium gebraucht werden. An dieser Stelle sei dem Freundeskreis sehr herzlich gedankt.

Von musikalischen Aktivitäten war in den letzten Jahren an dieser Stelle häufiger die Rede und selbstverständlich könnte auch diesmal ausufernd berichtet werden; es muss aber jetzt komprimiert werden: 450 musizierende Schülerinnen und Schüler beispielsweise bei den beiden Frühjahrskonzerten im Mai sowie der erste Preis für die Musikprofilklasse der 8. Jahrgangsstufe unter der Betreuung von Herrn Dr. Hübel beim Wettbewerb des Regierungspräsidiums Karlsruhe „Unser Klassensong“ sprechen für sich.
Herrn Rickerts Kammerchor hat sehr erfolgreich am Landeschorwettbewerb teilgenommen und im Rahmen des Badischen Chorwettbewerbs erzielten der Mädchenkammerchor sowie der Große Schulchor den renommierten Titel „Konzertchor“.
Frau Hoff debütierte bei uns als Theaterlehrerin mit ihrer Inszenierung von Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ und unterhielt das Publikum auf höchstem Niveau mit großartigen darstellerischen Leistungen ihrer Theatertruppe.

Die traditionellen Klostertage unserer „Achter“ fanden im Schuljahr insofern eine ungewöhnliche Ergänzung, als der Gastpater der Abtei Königsmünster, Bruder Benedikt, auch einmal zum Gegenbesuch kam, um sich ein Bild unserer Schule vor Ort zu machen. Und Frau Perdun gestaltete dankenswerterweise wieder abendliche Besinnungen für ältere Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, diesmal zur Einführung in die „Lectio Divina“.

Unsere aus der Umwelt-AG hervorgegangene Schülerfirma RaFAIRel hat sich neu aufgestellt und wird im kommenden Schuljahr im Pausenverkauf verlässlich alle gängigen Schulhefte und Blöcke in 100%-Recycling-Qualität zu günstigen Preisen anbieten. Schüler können dieses Angebot gleich am ersten Schultag nutzen. Für die Eltern der neuen Fünftklässler gibt es am Einschulungstag fertig gerichtete Pakete. Natürlich werden auch die Pausensnacks aus fairem Handel nicht fehlen.

Mit allen guten Wünschen

gez. Ulrich Amann

Terminübersicht zum Schuljahr 2018/19

Bei den unterrichtsfreien Zeiten sind jeweils der erste und letzte freie Tag genannt:

Unterrichtsbeginn: Mo, 10.09.2018
Klasse 6-10: 8.45h im jeweiligen Klassenzimmer
Unterricht nach Stundenplan von 9.35h bis 13.05h
KS2: 8.45h, Aula
KS1: 9.30h, Aula

Herbstferien: Sa, 27.10.2018 - So, 04.11.2018
Weihnachtsferien: Sa, 22.12.2018 - So, 06.01.2019
Faschingsferien: Sa, 02.03.2019 – So, 10.03.2019
Osterferien: Sa, 13.04.2019 – So, 28.04.2019
Pfingstferien: Sa, 08.06.2019 – So, 23.06.2019
Sommerferien: Sa, 27.07.2019 – Di, 10.09.2019 (!!!)

Bitte beachten Sie diese für die Sommerferienzeit ungewöhnlichen Wochentage!

Zusätzliche freie (Brücken-)Tage:
Mi, 03.10.2018 bis So, 07.10.2018 und Do, 30.05.2019 bis So, 02.06.2019

Elternabende:
Klassen 5+6: Di, 25.09.2018
Klassen 7 bis 9: Do, 27.09.2018
Klasse 10 + Kursstufen: Mo, 01.10.2018
Elternsprechtag: Fr, 15.02.2019

Eltern-Informationen:
Info-Abend für Viertklässler-Eltern: Mi, 23.01.2019
„Tag der offenen Tür“: Info-Nachmittag für Viertklässler und ihre Eltern: Fr, 08.02.2019

Termine

Di, 29.09.2020
- Mi, 30.09.2020
(Aula und Sporthalle)
Elternabend 5. Klassen
5a, 5b, 5c, 5d
Sa, 03.10.2020
Tag der deutschen Einheit
Do, 15.10.2020
19.30 Uhr (online)
1. Elternbeiratssitzung
18.45 Uhr für neu gewählte Elternvertreter
Do, 15.10.2020
18.30 Uhr
Berufsinfoveranstaltung des Rotary-Clubs Heidelberg für KS1 und KS2
Zwei Runden á ca. 45 Minuten; weitere Organisationsmitteilungen erfolgen an die Schülerinnen und Schüler.
Fr, 16.10.2020
8.30-13.00 Uhr
Alumnitag für die KS1
Für die Schülerinnen und Schüler der KS1 entfällt an diesem Morgen im genannten Zeitraum der normale Unterricht.

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